Wiener Geschichte – Wiener Geschichten

kaisermuehlen.jpgDen furchtbaren Brand des Wiener Ringtheaters im Dezember 1881 haben nicht nur zwei Sängerinnen und zwei Sänger überlebt, von den ich hier schon erzählt habe, sondern auch Säulen. Diese Theater-Säulen wurden, da noch zu verwenden und preiswert zu haben, in der Kaisermühlenkirche am Schüttauplatz eingebaut. Ein Platz von dem aus man leicht „Wiens kältesten Bezirk“, erwandern kann. Wo an einem Wanderweg erinnert wird an die Gewinnung von Eis aus der Alten Donau und mit dem Namen der Gegend an die Entdeckung des „Franz Josefs Lands“ im Nördlichen Eismeer.

Auch zwei Uhren haben den Brand des Ringtheaters „überlebt“. Sie sind heute im Uhrenmuseum des Wien Museum zu besichtigen. So wie auch die berühmte Uhrensammlung von Marie von Ebner-Eschenbach, die dort ausgestellt ist.

Und es gibt noch einen weiteren Rintheaterbrand-Mosaikstein. Um an die Katastrophe zu erinnern, hatte der Kaiser aus seinen Privatmitteln Geld gegeben für ein Kaiserliches Stiftungshaus (Miethaus mit Gedächtniskapelle) am Schottenring, das 1882-1886 vom Architekt des Wiener Rathauses gebaut wurde, von Friedrich Schmidt. Der auch selbst darin wohnte, um zum Zuzug von Mietern zu ermutigen. Für einen kleinen Nebenjob – Überwachung des Bauzustands – wurde seine Miete reduziert.

Nicht nur mit dem Thema Ringtheater, auch mit vielen meiner anderen Porträts in dieser Wiener Porträt Galerie stricke ich mir ein Wissens-Netz aus Wiener Geschichte – und das nun schon genau ein Jahr lang. Ein Netz, das mir die Bezirke und Ereignisse der Geschichte Wiens miteinander verbindet. So ein wenig „erwirb es, um es zu besitzen“ und vor allem um es zu genießen!!

Wiener Geschichte-Quellen:
„Wien wäre anders, wenn… – Bekanntes und noch mehr Unbekanntes aus Wien“ von Franz Hawla, Edition Volkshochschule, Verband Wiener Volksbildung 1999, Seite 113

Auskunft Uhrenmuseum des Wien Museum

„Friedrich von Schmidt (1825 – 1891). Ein gotischer Rationalist.“ Ausstellungskatalog von Peter Haiko, Renata Kassal-Mikul, Historisches Museum der Stadt Wien, Wien, 1991

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