Luise Palfy, Lotte Körner – Happy End in Wien

Restaurant Hotel “Imperial” Wien“Isst hier nicht der Opernkapellmeister Palfy Mittag mit seiner Tochter?” Ich bin überrascht und betroffen, weil ich nie daran gedacht habe. Dabei bin ich doch die Wien-Kennerin und nicht meine Besucherin aus Stuttgart, mit der ich am Restaurant des Hotels “Imperial” vorbeigehe.
Ich kenne sie doch alle, die Wiener Schauplätze des „doppelten Lottchens“: das “Imperial” – die Staatsoper – die Rotenturmstraße (Wohnung Palfy) – den Kärntner Ring (Atelier Palfy). Aber wenn man älter wird, vergisst man sie leider manchmal, die romantischen Kinderbücher mit dem Happy End. Selbst wenn man quasi darin wohnt. Daran erinnert, lässt man vielleicht sogar seinen Erwachsenverstand auf die Kinderbücher los. 1949 erscheint „Das doppelte Lottchen“ von Erich Kästner. Im Hotel „Imperial“ wohnte zu der Zeit die russische Armee und es gab vermutlich weder gefüllte Eierkuchen noch Geselchtes. Die Oper wurde gerade erst wieder aufgebaut. Hat es sich Kästner mit der Handlung zu leicht gemacht? Die Geschichte einfach so herausgebracht, wie er sie Jahre zuvor geplant hatte.

Besser man vergisst das Herumkritisieren ganz schnell und genießt das Buch statt dessen noch einmal:
Luiselotte Palfy, geborene Körner: „Ich hätte nie geglaubt, daß es das gibt!“
Ludwig Palfy: „Was?“
Luiselotte Palfy, geborene Körner: „Daß man verlorenes Glück nachholen kann wie eine versäumte Schulstunde.“

Luise und Lotte-Quelle:
Erich Kästner: Das Doppelte Lottchen. Ein Roman für Kinder.

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