Jean Sibelius – Kein Philharmoniker

sibelius.jpg Man hat einen Traum. Soll man ihn leben? Was, wenn man nicht davon leben kann?

Sibelius (1865 – 1957) kommt nach Wien. Er bleibt acht Monate (1890 – 1891) hier um bei Brahms das Komponieren zu lernen. Brahms gibt keinen Unterricht mehr. Sibelius lernt bei den Komponisten Robert Fuchs und Karl Goldmark („Die Königin von Sheba“). Beide geben ihm wichtige Impulse, fördern und fordern ihn zu seiner eigenen Musiksprache zu finden.
Er hört im Musikverein Beethoven und Bruckner, ist überwältigt. Er wandert durch den Wienerwald, fühlt sich „ganz wie daheim, Birken und Fichten. Hier und da Veilchen und Schlüsselblumen.“ Er beginnt in Wiener Kaffeehäusern das finnische Nationalepos „Kalewala“ zu lesen.

Sibelius möchte aber auch materielle Sicherheit und bewirbt sich als Geiger bei den Philharmonikern. Es gibt verschiedene Versionen warum er beim Probespiel keinen Erfolg hat: Zu nervös bzw. der Rat das Studium der Komposition weiter zu verfolgen.

Ein Jahr nach dem Aufenthalt in Wien, ein Jahr nachdem er in Richtung seines Traums „bewegt wurde“, hat er einen ersten Erfolg in Helsinki mit der „Kullervo“-Symphonie.

Foto – Teil der Gedenktafel an der Wohnung Waaggasse 1, Ecke Wiedener Hauptstraße 38

Sibelius-Quellen:
Urfinnische Geschichten aus dem Wienerwald
Sibelius-Gedenktafel wird in Wien enthüllt – diesmal am richtigen Haus.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s