Ida Pfeiffer – Freiheit

PfeifferWeiblich, 45, Träume verwirklichend, rastlos. 1842 – 1858. Was für eine Frau! Die „erste Welt- und Forschungsreisende des Biedermeier„ [1], die Wienerin Pfeiffer legt auf ihren Reisen zurück „240.000 km zur See und ca. 32.000 km zu Land“ [2]. Diese Reisen sind ethnologische und zoologische Expeditionen. Ida lernt Sprachen, kann Tiere und Pflanzen präparieren. Ist kontaktfreudig und bekommt durch Kontakte zu Diplomaten, Adeligen Unterkunft auf ihren Reisen. Sie schreibt Reiseberichte, die Absatz und Nachauflagen finden. Von ihr gesammelte Tiere werden nach ihr benannt. „Ludwig Redtenbacher, der 1867 die Käferausbeute der Expedition der Fregatte Novara bearbeitete, benannte nach ihr eine Art Myrina pfeifferi, „das einzige männliche Exemplar von der kühnen Österreichischen Reisenden Ida Pfeiffer auf Borneo gesammelt“.“[2]

Eine ungewöhnliche Leistung zu einer Zeit als eigentlich klar war das Frauen das alles nicht können. Fand sie Verständnis, Unterstützung? Nein. Denn viele Mädchen-untypische Freiheiten, die ihr Vater ihr als Kind gewährte, wurden nach seinem Tod sofort von ihrer Mutter abgeschafft. Statt einer Liebesheirat führte sie eine Vernunftehe. Obwohl also alles gegen sie sprach, schafft sie es.
Das ist auch ein Aspekt, der mir an Wien gefällt, all‘ die starken Frauen in Vergangenheit und Gegenwart.
Frauen die beweisen „life shrinks or expands in proportion to one’s courage“. (Anais Nin).

Pfeiffer in Wien: Wohnung Münzgasse 1, 3. Bezirk. Fundstücke im Museum für Völkerkunde (Bild oben), Neue Burg, 1. Bezirk

Pfeiffer-Quellen:
[1] aeiou
[2] KHM
Gabriele Habinger: Bücher zu Ida Pfeiffer und anderen reisenden Frauen

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