Erich Fried – Gedicht

FriedWien oder London oder drei Ehen? Woher hat Erich Fried die Weisheit, die Einsicht, den Überblick, den Scharfsinn genommen das beste Liebesgedicht aller Zeiten zu schreiben? Den Klassiker: „Was es ist“.

Die Wiener Prägung ist sicher nicht zu unterschätzen. „Deutscher Dichter“ antwortet er auf die Frage nach seinem Berufswunsch 1938 bei der Befragung im German Jewish Refugee Comittee in London. Gut für alle, denen dieses Gedicht einmal oder mehrmals Hoffnung gemacht oder Trost gegeben hat, das Fried sich nicht an die Antwort gehalten hat, die er damals bekam: „Junger Mann Sie sind 17 Jahre alt. Je früher Sie sich diese Wahnideen aus dem Kopf schlagen, desto besser wird es für Sie sein“.

Und man kann das Gedicht, diese Mischung aus „Sentiment und Dialektik“ [1], nicht nur lesen, in Wien kann man das Gedicht auch anfassen. Im 9. Bezirk. Fried lebte mit seinen Eltern in der Alserbachstraße 11. Ein paar Schritte davon entfernt gibt es ein privat gestiftetes Denkmal. Das Gedicht steht auf einer Glasstele und wird so auf das Elternhaus projiziert.

Im Bezirksmuseum Alsergrund erfährt man mehr Details über die Wiener Jahre und kann sich Frieds Schreibmaschine ansehen und nachsinnen, wie es wohl zu diesem Gedicht gekommen ist.

Fried-Quellen:
Dr. Sabine Groenewold „Vita Erich Fried“ [1]
Erich-Fried-Gedenkraum, Bezirksmuseum Alsergrund

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