Wystan Hugh Auden – Gemütlichkeit

Auden Walfischgasse 5Viele Kategorien könnte man ihm zuordnen: bedeutender Lyriker des 20. Jahrhunderts, Scheinehemann von Erika Mann, Spanienkämpfer, Liberettist (u.a. für Strawinsky), Professor in Oxford, Weltreisender. Aber Gemütlichkeit? Und doch ist es vielleicht „Gemütlichkeit“ in Österreich, die ihn 1957 nach Kirchstetten (NÖ) zieht. „Noch immer ist’s ein gemütliches Land, ungestört von Tumulten und Streiks und rückständig beim Drogenkonsum.“ schreibt er in dem Gedicht „Stark bewölkt“ von 1971 in dem es auch um Wien und die Staatsoper geht.
Auden verbrachte von 1948 bis 1972 die Winter in den USA verbracht und die Sommer in Europa. In Kirchstetten lebte er in den Sommern 1957 bis 1973. Sein Haus dort, heute ein Museum erwarb er mit dem Geld eines italienischen Literaturpreises.
Am 28. September 1973 übernachtete Auden nach einer Lesung in der „Österreichischen Gesellschaft für Literatur“ in der Walfischgasse 5 in Wien und starb dort in der Nacht (29.9.1973).

Mehr Auden?
Zu Lesen lohnt „In Memory of Sigmund Freud“.
Eines der bekanntesten „Film“-Gedichte „Stop all the clocks, cut off the telephone“ („Funeral Blues„).
Und eine interessante Rezension(„The Hero Is a Hobbit“).

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