„Sie hatte das Gebäude auf einem Spaziergang entdeckt, nachdem sie mit Carl in der Wotrubakirche gewesen war, jener grandiosen Umwandlung einer Skulptur in ein Gotteshaus, welches am äußeren Zipfel einer Stadtrandgegend namens Mauer gelegen war und sich aus einer Anhöhe werkzeugartig herausschraubte.
Soeben war der Gottesdienst zu Ende gegangen, und ein Teil der Leute strömte aus der Kirche, Sporträdern und Joggingschuhen entgegen, während kleinere Gruppen im Inneren verblieben waren und die Akustik des Raumes auf die Probe stellten. … Natürlich war Anna ungerecht gegen diese Leute, die sie ja nicht kannte und die da in geselligen Gruppen beisammenstanden und halt ein wenig laut waren. Und ein wenig respektlos gegen das Licht, das zwischen den mächtigen Betonkuben ins Innere strömte und dem schweren Bau etwas Schwebendes verlieh, etwas von einer fliegenden Orgel oder einem fliegenden Mammut. …“[1]
Die Wotrubakirche, die Treppe hinauf zur Kirche und eines der wundervoll verwunschenen alten Häuser in ihrer Umgebung spielen mit in einem der besten & skurrilsten Wiener Krimis – „Ein dickes Fell“ von Heinrich Steinfest. Für eine ideale Kirchen-Besichtigung sollte man zuerst dieses Buch lesen und dann die Website der Kirche, danach die Kirche besuchen und zum Abschluß in den Heurigen Zahel am Maurer Hauptplatz einkehren. Ein perfekter Ausflug für alle Sinne zu einem Wiener Kunstwerk. Den Rest des Beitrags lesen »




