Vielversprechende Musik-Künstler alle drei und eine kulturell und besonders musikalisch interessierte Metropole, was kann da für einen Komponisten noch schief gehen? Alles.
Für Schumann, Sibelius und Vivaldi gab es keinen Applaus in Wien. Was für Schumann und Sibelius nicht zu problematisch war, war das Ende für Vivaldi.
Und doch sind sie heute in Wien musikalisch angekommen. Eine Wiener Relativitätstheorie.
„Am 3. Oktober 1838 traf Schumann (1810 – 1856) in Wien ein, mit der Absicht, der „Lieblingskomponist aller Wiener zu werden“ , wie er scherzhaft sagte, und seine „Neue Zeitschrift für Musik“ herauszugeben.“ (Ma-Kircher, 2006) Inspiriert wurde er dazu von seiner Geliebten Clara Wieck, die als Pianistin in Wien schon mit 18 Jahren Erfolge feierte. Doch der Wiener Musikverleger Tobias Haslinger tat alles, um den Konkurrenten wieder zu vertreiben. Und aus Leipzig hintertrieb Claras Vater ebenfalls Robert Schumanns Wiener Bemühungen. Zwar hatte Schumann auch hilfreiche Kontakte in Wien, aber letztlich gelang es ihm nicht hier Fuß zu fassen.
„Der Wiener Kleingeist empörte ihn. „Es fehlt durchaus nicht am Sinn für Gutes, aber am Gemeinsinn u. Zusammenwirken. Die kleinlichen Coterien müssten auseinandergesprengt, die verschiednen Parteien einander näher gebracht werden. Dies aber auf offene ehrliche Weise.” (Ma-Kircher, 2006)
Diese Situation und die Entfernung von Clara, veranlassten Schumann, Wien den Rücken zuzukehren. Den Rest des Beitrags lesen »





