Karl Anton von Martini – Recht Wien

Karl Anton von MartiniGehe ich einen (faulen) Kompromiss ein und vermeide damit eine Niederlage. Oder ist der (faule) Kompromiss die größere Niederlage für mein Gewissen.
Wenn ich das Auf & Ab in Martinis Leben betrachte, in den vielen gesellschaftspolitischen Spannungsfeldern in denen er agierte, kommen mir diese Gedanken. Denn Martini (1726 – 1800) vertrat, oft genug unstrategisch, seine Erkenntnisse, Einsichten und Überzeugungen. Vielleicht war seine Haltung tatsächlich so begründet: „Wenn wir keine Zugeständnisse machen, so können wir wohl zugrunde – gehen, aber niemals verderben.“*

Karl Anton Martini wurde in Revò dreißig Kilometer nördlich von Trient geboren. Das Fürstenbistum Trient war zu dieser Zeit ein „Eldorado für Advokaten und Notare“. So geprägt kommt er über die Universität in Innsbruck mit Philosophie + Theologie nach Wien, wo er Jura studiert. Das Studium beendet er ohne Promotion. Vielleicht aus „Geldmangel oder aus Ablehnung des für Promovenden vorgeschrieben Eides auf die unbefleckte Empfängnis Mariens“. Den Rest des Beitrags lesen »

Leonardo da Vinci – Abendmahl in Wien

Das letzte Abendmahl

Wien besitzt „Das letzte Abendmahl“ Leonardo da Vincis (1452 – 1519).
Nein, hier wird keine neue Verschwörungstheorie aufgestellt. Das Wiener Abendmahl ist eine Kopie. Ein Mosaik. 918 x 447 cm groß. Zwanzig Tonnen schwer. Geschaffen Anfang des 19. Jahrhunderts von dem Römer Giacomo Raffaelli. In Auftrag gegeben von Napoleon. Die Fertigstellung kam für Napoleon jedoch zu spät. So fand das Mosaik seinen Platz in der Minoritenkirche am Wiener Minoritenplatz. Den Rest des Beitrags lesen »

Ottavio Piccolomini – Intrige und Wohltaten

PiccolominiDer 9. Bezirk Wiens – Heimat für „vielschichtige“ Persönlichkeiten.

Wallfahrer pilgern in die Berggasse um Freud ihre Ergebenheit zu zeigen. Nur ein paar Schritte weiter in der Servitengasse kann man zu Fürst Ottavio Piccolomini wallfahren, dem General Wallensteins, Verschwörer gegen Wallensteins und Wohltäter der Serviten in Wien. Den Rest des Beitrags lesen »