Wien – Lebenswerteste Stadt der Welt 2009 – Ein Beweis

Mein Versuch, auf der Pecha Kucha Night am 8. Oktober 2009 im Rahmen der Vienna Design Week, zu „beweisen“: Wien ist zu Recht lebenswerteste Stadt der Welt 2009 geworden.

Tina Blau – Von den Frauen kommt das Licht

Der Schnee ist geschmolzen und Regenstürme ziehen über Wien. Da wächst die Sehnsucht nach Licht – nach einem Frühling im Prater. So wie ihn die Malerin Tina Blau (1845 – 1916) in ihrem berühmtesten Gemälde „Frühling im Prater“ (1882) zeigt. Mit dieser Sehnsucht im Kopf nach der wunderbaren Prater-Landschaft an einem hellen Frühlingstag, verblüfft die Empörung, die Blaus Sonnenlicht in der Landschaftsmalerei damals in Österreich hervorrief. „Man empfand die Helligkeit des Bildes geradezu als rücksichtslos – so dürfe man Natur nicht malen.“ [1] Doch Tina Blau ging unbeirrt ihren Weg, Landschaften mit dem Pinsel so zu entdecken, wie sie sah. Das Prater-Gemälde findet Förderer – Hans Makart und Kaiser Franz Joseph. Der Kaiser kauft das Bild als es nach vielen Ausstellungen zurück nach Wien kommt. Und bis der Frühling wirklich Lust auf ein Essen auf der Terrasse des Lusthauses und auf einen Spaziergang zur Kapelle im Prater macht, kann man im Trockenen und im Warmen in der Galerie im Belvedere vor dem Bild davon träumen. Den Rest des Beitrags lesen »

Joseph Endletsberger – Romantische Grüße aus Wien

„Was die Hoffnung süßes dir verspricht,
Trett’ in diesem Jahr ans Sonnenlicht,
Und von den schönsten Freuden stets umgeben,
Leite Lieb’ und Freundschaft dich durchs Leben.“ [1]

„Es ziehe die Fröhlichkeit ein in Dein Haus;
Das Glück das Dir werden soll, bleibt Dir nicht aus.“ [1]

Falls Ihre Neujahrsglückwünsche nicht so romantisch getextet oder bebildert waren, lade ich Sie ein auf eine Reise in die Wiener Vergangenheit. Wenn Ihnen gefällt, was Sie dabei sehen,  sagen sie es weiter und hoffen Sie darauf, dass Ihre Neujahrspost für 2010 romantischer daherkommt. Den Rest des Beitrags lesen »

Mein k.k. Wien – Mit Kaiser und Kuss von 2008 nach 2009

Jahreswechsel! Zeit für Bilanzen. Mit dem Jahr 2008 hängen in der Wiener Porträt Galerie 81 Porträts. Ein italienischer Rundgang wäre möglich, einer zum Thema Liebe in Wien oder einer zur Musik. Kaiser treten dabei nur im Hintergrund der Porträts auf. Küsse nur indirekt. Zum Jahreswechsel würdige ich nun Wiener Kaiser und Wiener Küsse.

Meine Zuneigung für Wien schließt Wiener Graffiti ein. Im Jahr 2008 waren meine Favoriten der fidele kleine Kaiser – zu finden auf einem Wiener Fußweg – und der Kuss – zu finden an einer Häuserwand in der Josefstadt.
Für den Kaiser hat die Künstlerin/der Künstler ausgelaufener Farbe eine Form gegeben. Vermutlich sind das oben Haare und keine Krone. Aber für mich ist er von Anfang an der kleine lebenslustige Kaiser. Sicher war Schluss mit lustig, wenn man die Krone des Kaisertums Österreich aufsetzte. Zu sehen ist diese Ehre oder Bürde im Kunsthistorischen Museum Wiens. Den Rest des Beitrags lesen »

Gustav Klimt, Otto Wagner, Koloman Moser, Egon Schiele – 1918, der Tod in Wien

Das Jahr 1918 in Wien: Februar – der Maler, Zeichner & Grafiker Gustav Klimt stirbt noch nicht 56jährig, April – der Architekt Otto Wagner stirbt im Alter von knapp 77 Jahren, Oktober – der Maler & Grafiker Koloman Moser stirbt 50jährig und der Maler & Grafiker Egon Schiele ist 28, als er am Ende Oktober stirbt.

1918, im letzten Kriegsjahr, wird das (Über-)Leben immer schwieriger. Mit dem Tod der Künstler schließt sich ein Kapitel Wiener Geschichte. Auch wenn damit auf tragische Weise diese Kunst früh endet, ist zum Glück heute noch viel davon in Wien bewahrt.
Klimts Bilder können auf den Feststiegen des Burgtheaters bewundert werden oder als „Zwickel- und Intercolummnibilder“ im Kunsthistorischen Museum. Besucher „wallfahren“ zum Beethovenfries in der Secession oder zum „Kuß“ ins Belvedere. Den Rest des Beitrags lesen »

Wiener Klassifikation – Wissen ordnen made in Vienna

Als „praktizierende“ Wissensmanagerin bin ich doppelt stolz in Wien zu leben. Denn Wien ist auch Geburtsort einer Wissensordnung – der Wiener Klassifikation. Für den Dritten Mann (Foto Inszenierung im DRITTE MANN MUSEUM Wien) kann sie so aussehen:
2.1 Männer.
Oder besser 2.1.2 Bewaffnete Männer oder Waffen oder Uniform tragende Männer?
Oder doch 2.1.15 Männer anderer Berufe Anmerkung: Einschließlich Astronauten?
2.1.25 Andere Männer?
Perfekt passt A 2.1.16 Schatten oder Silhouetten von Männern!
Letztere Variante ist vielleicht der Tribut der Unterzeichner des „Vienna Agreement Establishing an International Classification of the Figurative Elements of Marks (1973)“ an den Dritten Mann und an Wien. Den Rest des Beitrags lesen »

Giovanni Antonio Pellegrini – 500 Quadratmeter Italien in Wien

Wo beginnt der Papst seine Wien-Besuche? Da ich die verborgeneren Schätze Wiens beleuchte, ist es ein „verborgener“ Platz. Verborgen insofern, als abseits von Touristenpfaden, obwohl eigentlich doch nahe an Touristenpfaden – das Kloster der Salesianerinnen am Rennweg, um die Ecke vom Belvedere. Der Orden untersteht direkt dem Heiligen Stuhl. Wenn Päpste nach Wien kamen/kommen, hielten sie dort zum Teil Hof (Pius VI.) oder begannen hier den Besuch Wiens (Benedikt XVI. bestieg 2007 hier sein „Papamobil“, um in die Stadt zu fahren).

Und genau das ist der perfekte Platz, um Italien zu finden: das Kuppelfresko vom Italiener Pellegrini (1675 – 1741) in der Klosterkirche.
Eine italienische Kirchen-Rundreise durch Wien lohnt sich. Beginnen kann man hier bei Pellegrini, dann weiter zu Ottavio Piccolomini in die Servitenkirche und zum Schluss zum verblüffend „gefälschten“ Leonardo da Vinci in die Minoritenkirche. Den Rest des Beitrags lesen »