Mein Versuch, auf der Pecha Kucha Night am 8. Oktober 2009 im Rahmen der Vienna Design Week, zu „beweisen“: Wien ist zu Recht lebenswerteste Stadt der Welt 2009 geworden.
Mein Versuch, auf der Pecha Kucha Night am 8. Oktober 2009 im Rahmen der Vienna Design Week, zu „beweisen“: Wien ist zu Recht lebenswerteste Stadt der Welt 2009 geworden.
5 Jahre in Wien und 2,5 Jahre Wiener Porträt Galerie, das ist ein Fest wert. Ein Fest in Wien und für Wien. So nehme ich all meinen Mut zusammen und gehe auf ein großes Fest: die Pecha Kucha Night im Rahmen der Vienna Design Week. Dort möchte ich mit meiner Wiener Graffiti-Sammlung „beweisen“, das Wien zu Recht 2009 lebenswerteste Stadt der Welt geworden ist. Vielleicht sehen wir uns ja?
Das Franz Josefs Land an der Alten Donau hat eine kalte Vergangenheit (Eis-Gewinnung), ist ein exotischer Ort (Erinnerung an die österreichisch-ungarische Nordpol-Expedition) und eine schöne Gegend für Ausflüge zu jeder Jahreszeit. Mit kühlem Bier oder heißem Punsch in einem der Restaurants am Ufer der Alten Donau. Heute wie in der Vergangenheit. Einen Blick in die Vergangenheit ermöglicht Erich Heisler mit seiner Bild-Spende (großes Format). Vielen Dank!
Sommerbeginn – Zeit für Liebeserklärungen!
Ich wohne im 20. Bezirk. Zu meiner Wohnung gehört ein 52,5 ha großer Gemeinschaftsgarten. Er bietet mir und meinen MitbewohnerInnen alles was wir brauchen: beruhigendes Grün, viel Blick in den Wiener Himmel, Jogging-Strecken, ein Beachvolleyball-Feld, Platz für Boule, Bäume für Slackline und Hängematten, Sonnenbadewiesen, für die Kinder ein Freibad, Spielplätze und Sportplätze, für uns alle Kunst, Musik, Sommerkino und Essen & Trinken. Viel Platz! Weil ich keinen grünen Daumen habe, lasse ich den Gemeinschaftsgarten begärtnern auf das die „barocke Gestaltung des Bereichs an der Oberen Augartenstrasse (Parterre, Lindenhain, Schüsselwiesen), die waldartigen Boskettbereiche, die landschaftlichen Anlagen und die historisch formale Anlage“ [Bundesgärten] immer gut gedeihen. Denn ein 359 Jahre alter Garten braucht viel Pflege. Mir und allen anderen BewohnerInnen des 2. und 20. Bezirks „gehört“ der Augarten. Wir sind unter uns in unserem Gemeinschaftsgarten, denn Touristen verirren sich kaum in Wiens ältesten Barockgarten. Den Rest des Beitrags lesen »
Vielleicht begann die komplexe Geschichte, die ich heute erzähle, mit der Donauregulierung. Dafür wurden u.a. Maschinen verwendet, die schon den Suez-Kanal gebaut haben. Den Schimmer einer Andeutung dafür findet man in den Löwen auf dem Nußdorfer Wehr [Sauer, 1996] und in überraschend komplexer Politik an diesem scheinbar harmlos, grünlich dunkel und träge wirkenden südlichen Donauarm. Der mehr Donau-Gefühl nach Wien bringt, als der Hauptteil der Donau. Der Kanal fließt an der Innenstadt vorbei; im Gegensatz zur Donau selbst, die ziemlich weit weg vom Stadtzentrum daherkommt. Den Rest des Beitrags lesen »
So sehr ich Wien liebe, ganz werde ich es leider nie verstehen können. Es gibt da immer einen Rest, der den Zugereisten verborgen und damit unverständlich bleibt. Mögen diese Zugereisten auch ab & an melancholisch sein oder romantisch oder sogar langsamer geworden sein. Trotzdem – sie werden nie vollständige Wiener sein.
Gerade das Thema Abschied ist in Wien einerseits verständlich: so viele Menschen kamen und kommen durch diese Stadt, so viele Abschiede sind mit Wien verbunden. Andererseits verwirren Wiener Abschiedsäußerungen auch:
„Heitere Resignation – es gibt nichts Schöneres.“ (Marie von Ebner-Eschenbach) „Ein Abschied schmerzt immer, auch wenn man sich schon lange darauf freut.“ (Arthur Schnitzler) Den Rest des Beitrags lesen »
„Wien ist anders“ behauptet stolz der Wiener Magistrat. Ab und an arbeiten sich Kritiker an diesem Spruch ab. Mir gefällt er. Er passt zu Wien auch wenn es schneit.
Anfang Februar 1885: „Das am 1. d. M. Veranstaltete zweite Schlitten-Wettfahren kann als wohlgelungen bezeichnet werden. Das Wetter war abermals prachtvoll, … und hatte sich diesmal das elegantere Publicum zahlreich eingefunden. Während des dritten Fahrens ereigneten sich zwei Zwischenfälle, die leicht einen recht üblen Verlauf hätten nehmen können, allein glücklicherweise dennoch ohne ernsthaftere Folgen blieben. Der eine bestand darin, daß einer der Fahrer, jedoch ohne sein Verschulden, zu Ende der ersten Tour des dritten Fahrens mit seinem Pferde so heftig an dasjenige eines berittenen Sicherheitswachmannes anrannte, daß das letztere bei Seite geschleudert wurde und sein Reiter sehr unsanft zu Falle kam. Er raffte sich indeß bald wieder auf und bestieg sein Thier. Der andere Zwischenfall war ein höchst eigenthümlicher. Als die Pferde eben im vollsten Laufe an der Tribüne vorübersausten, verlor eines derselben ein Hufeisen, welches einem der Zuseher mit solcher Wucht in das Gesicht flog, daß er eine n i c h t u n b e d e u t e n d e W u n d e an der Nase davontrug. Das Nasenbein war jedoch zum Glück nicht gebrochen, wie im ersten Augenblicke vermuthet wurde. Als die vierte Programm=Nummer, die Concurenz der Fiaker, an die Reihe kam, war die Bahn schon so zerfahren, daß unter den Hufen der Pferde nicht mehr Schnee, sondern eine breiige Masse von Wasser, Koth und Eis aufflog …“ [1] Den Rest des Beitrags lesen »