„Einige Zoll unter der grünen Grashülle der Erde hat ihn die Mutter gebettet; die braune Scholle ist seine Decke, feine Wurzelchen hängen ringsher, seine künftige Nahrung. Tiefe Stille und Ruhe umgibt ihn; die Sonne legt ihre heißen Strahlen über den Boden, warmer feuchter Odem quillt durch die Erde. Vier bis sechs Wochen vergehen, da rührt und regt sichs in dem Ei und die kleine, unbehülfliche Larve kriecht daraus hervor.“ (Maikäfers Leben und Sterben [1])
„Ein Egoist mit unfreundlich apartem Wesen, schwerfälliger Erscheinung und hoher Selbstgenügsamkeit, lebt er einsiedlerisch und selbstsüchtig wie ein alter Hagestolz und hütet seinen eigen Leib.“ (Der Dachs [1])
Als Hermann Löns (1866 – 1914) anfing über den Hasen Mümmelmann und andere Tiere zu schreiben, hatte Aglaia von Enderes (1834 – 1883) schon längst ein Werk mit Natur- und Tierschilderungen vorgelegt. Den Rest des Beitrags lesen »

Gehe ich einen (faulen) Kompromiss ein und vermeide damit eine Niederlage. Oder ist der (faule) Kompromiss die größere Niederlage für mein Gewissen.
Kammerer-Porträts könnte ich in die Kategorien Naturwissenschaften, Musik, Bildung und Liebe hängen. Er war eine der vielen interessanten Wiener „hybriden“ Persönlichkeiten.
Die „Kulissen“ stehen noch. Man hat in Wien oft das Gefühl ein wenig in die Vergangenheit tauchen zu können. Noch etwas davon zu sehen, was die Menschen vor hundert Jahren gesehen haben. 

