Ein Tenor, ein Bass, ein Sopran und ein Alt überleben den Brand und die völlige Zerstörung des Wiener Ringtheaters 1881. Man kann diesem „Singenden Quartett“ noch heute zuhören, im Pötzleinsdorfer Schloßpark, wo sie seit 1882 stehen.
Ihr ursprünglicher Platz waren die Pilaster der Attika über dem Eingang des Ringtheaters am Schottenring. Das 1874 als „Komische Oper“ eröffnete Theater erweiterte später sein Repertoire u.a. mit Schauspielaufführungen. Vor Beginn von „Hoffmanns Erzählungen“ am 8.12.1881 sollte die Gasbeleuchtung angezündet werden. Durch ein technisches Problem explodiert das Gas, das Feuer erfasst die Bühne, dann den Zuschauerraum. Die Rettungsversuche verlaufen ungeschickt. Berichte sprechen von 386 bzw. 448 Toten. Die Toten kommen aus allen Bevölkerungsschichten Wiens. Nach dieser tragischen Erfahrung des Brands wird der Eiserne Vorhang 1882 zur Pflicht.
Die Sänger/innen überstehen den Brand. Leider heute etwas weiter voneinander getrennt im Park als damals auf den Pilastern.
Quartett/Ringtheater-Quellen:
Das „Singende Quartett“
Ringtheater
Ringtheaterbrand
